Die
Sümeger Burg ist eine der schönsten, verhältnismäßigen wohlerhalten
gebliebenen Festungen des Landes, die auf dem sich von seiner Umgebung
erhebenden kahlen Berggipfel erbaut wurde.
Räumlich besteht die Burg aus drei
größeren Einheiten: Aus der äußeren, der inneren und der Hohenburg. Ihr
Aufbau ist in mehrere Epochen zu gliedern. Um 1260 wurde der älteste
Teil der Burg errichtet, das untere Stockwerck des sogennanten alten
Turmes der Hohenburg, auf dem wahrscheinlich ein oberer Turmteil aus
Holz stand. Die ersten größeren Erweiterungen der Burg fanden im Laufe
des 15. Jahrhunderts in der Zeit der Bischöfe Mátyás Gathalóczy
(1440-1457), Albert Vetési (1458-1486) und dann János Vitéz des Jüngeren
statt. Während der Tätigkeit Bischof Vetésis hat man den inneren
Torturm und auch den Palast auf den Felsen der südlichen Seite der Burg
aufgebaut. Das Erbauen des äußeren Torturms un der bekrönten, mit
Schießscharten versehenen Burgmauer erfolgte später. Die Ausgestaltung
der Kapelle ist an den Namen des Bischofs Vitéz zu knüpfen. Die
nachfolgende, großangelegte Bautätigkeit begann nachdem Veszprém 1552 in
die Hände der Ottomanen gelangt war, und das Bistum in die Sümeger Burg
floh.
Die Arbeiten waren unter der Führung des
Bischofs András Köves (1553-1568) und des Burghauptmannes Józsa Ormányi
im Gange. Zuerst ließen sie eine zweistöckige Bastei mit dem Grundriß
eines Pentagons bauen, die später nach Bischof Köves benannt wurde,
danach wurde, danach wurde der Schlossflügel umgebaut.
Die Einweihung der Sümeger Burg zum
Bischofssitz ist mit dem Namen des Bischofs György Széchenyi (1648-1658)
verbunden. Er regte den Umbau des Sclossflügels im Barockstil an. Sein
Nachfolger, Bischof István Sennyei (1659-1683) setzte den Burgbau fort,
der äußere Torturm wurde verstärkt, neben ihn kam eine hohe Bastion, die
den Namen des Bischofs trägt. Der Burgbau ist im 17. Jahrhundert, in
der Zeit Bischof Pál Széchenyis (1687-1710) zu Ende. Der Verfall der
Burg begann am Anfang des folgenden Jahrhunderts. Nach dem
Freiheitskampf Rákóczis wurde sie 1713 in Brand gesteckt, von nun an war
die Burg dem Untergang geweiht. Die sieben Jahre lang dauernde
Freilegung und Restaurierung der Burg begann 1957. Das Nutzungsrecht der
Burg gelangte 1989 in Privathand, seither wird sie permanent renoviert.
Am Fuße der Burg bei der Pferdestall ist
die Reiterstatue des Drachentöters Georg des Heiligen - Kunstwerk von
Sándor Oláh - zu sehen.
In die Burg können Sie zu Fuß hochzugehen, oder wenn Sie möchten, können Sie das Vártaxi" ins Anspruch nehmen. Weitere Informationen:
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